Die Funktionen der Klein- und Mittelbetriebe in der by Renate Aengenendt

By Renate Aengenendt

Problemstellung Die Sorge um die Existenzmoglichkeit der Klein-und Mittelbetdebe steht in engem Zusammenhang mit den Vermachtungs-und Konzentrationserscheinun gen der wirtschaftlich-technischen Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Das schnelle Wachstum der Betdebe und Unternehmungen battle bedingt durch eine starkeBevoIkerungsvermehrung und eine schnelle Ausdehnung der natio nalen und internationalen Markte, die zur Ausweitung des Angebotes und zur Rationalisierung der Produktionsmethoden zwangen, eine Entwicklung additionally, der viele Klein-und Mittelbetdebe einfach nicht gewachsen waren. Erst die groB betriebliche Produktionsweise konnte eine massenweise und billige Herstellung von Produkten bewa1tigen, wie sie mit steigendem Lebensstandard gefordert wurde. Das Tatsachenbild der wirtschaftlichen Entwicklung wurde schon bald in der Weise gedeutet, daB die Entwicklung zum GroBbetrieb notwendig und unauf haltsam sei. So veroffentlichte 1892 der deutsche Nationalokonom von Schultze Gavernitz eine Schrift unter dem Titel: "Der GroBbetdeb, ein wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt"l, deren Erfolg den weitverbreiteten fatalistischen Glau ben an die unantastbare Absolutheit und Heilsamkeit des technischen fortress 2 schritts jener Zeit deutlich macht. Kennzeichnend fur diese Zeit battle ihre Nei gung, "den GroBbetrieb als einen, Fortschritt' zu betrachten, und zwar in dem Doppelsinne von etwas, used to be, marschlert' und von etwas, used to be uns reicher, gluck licher und bes ser macht," eine Auffassung, bei der sich Liberale und Sozialisten three durchaus einig waren Ihre starkste Auspragung fanden diese Gedanken in der bekannten marxistischen those von der Akkumulation des Kapitais, die dann zum Ausgangspunkt einer umfassenden sozialistischen Ideologie wurde. Die Entwicklung zum GroBbetrieb wurde in mittelstandischen Kreisen mit besonderer Besorgnis verfolgt.

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Das Minimum der langfristigen Stückkosten bezeiehnet die billigste Produktion der Ausbringungseinheit, die bei den gegebenen Preisen der Produktionsmittel und im Rahmen des derzeitigen technischen und organisatorischen Könnens der Betriebsführung möglich ist. Demnach haben wir es hier mit der sogenannten optimalen BetriebsgröBe zu tun"81. Langfristig fällt also das Betriebsoptimum mit der optimalen BetriebsgröBe zusammen. Die optimale BetriebsgröBe muB somit als ein Problem langfristiger Anpassung an Veränderungen der Markdage angesehen werden.

Lndem man von der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wichtigkeit dies es lnstrumentes überzeugt ist, kann man die Forderung nach einer Bekämpfung der übermäBigen Konzertrationstendenz mit ihren marktmäBigen Auswirkungen nicht oft genug und nicht entschieden genug wiederholen. Damit wird gleichzeitig das Augenmerk wieder auf die Wirtschaftseinheiten gerichtet, die im Sinne des Ordo-Liberalismus die eigentlich "machtlosen" Einheiten darstellen. lm Sinne dies er Grundvorstellung sind die kleinen Betriebseinheiten tatsächlich als die tragenden Elemente der Wettbewerbsordnung anzusehen, deren Funktion darin besteht, diese Ordnung optimal zu verwirklichen.

Dazu S. 59 ff. der vorliegenden Untersuchung. 109 Krelle, Wilhelm: a. a. , S. 114. 110 ebenda. 34 Das Betriebsgröllenproblem in der Wettbewerbsordnung Ein absolutes und relatives Ansteigen der Lohnkosten wird also hauptsächlich in den arbeitsintensiven Branchen ein Anwachsen der Betriebsgröfien in Grenzen halten. In gewisser Weise wird sich a11erdings diese Tendenz auch in den Grofibetrieben bemerkbar machen, da sie mit steigender Kapitalintensität auf hochbezahlte qualifizierte Fachkräfte angewiesen sind.

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