Die Beratungsbeziehung in der Sozialen Arbeit: Eine by Cornelia Schäfter

By Cornelia Schäfter

Die professionelle Beziehung zwischen Fachkraft und Klientel hat im Rahmen der Sozialen Arbeit eine tragende Bedeutung für das Gelingen oder Scheitern der Hilfe. Diese Tatsache wird in der Fachliteratur von allen Seiten betont, Hinweise für die Praxis, für die methodische Gestaltung dieser Beziehung fehlen jedoch weitgehend. Ausgehend von dieser Tatsache entwickelte die Autorin auf der Grundlage soziologischer, psychologischer, pädagogischer und nicht zuletzt beraterischer Konzepte ein theoretisches Modell der professionellen Beziehung, das sie in einem zweiten Schritt auf drei Live-Beratungssitzungen anwendet, indem sie diese filmt, mit den Beteiligten Interviews führt und die Fachkräfte anschließend mit dem Filmmaterial konfrontiert, um deren Deutungen für die Interpretation zu nutzen.

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Werden im Folgenden für die Beratungsbeziehung in der Sozialen Arbeit aufgegriffen, erweitert und konkretisiert. Während an dieser Stelle die berufsbedingten Merkmale der professionellen Beziehung in der Sozialen Arbeit fokussiert werden, werden die interaktionsbedingten Merkmale der Beziehung in der Vorstellung des Beziehungskonzepts (vgl. Kap. ) thematisiert. Neben der spezifischen Verteilung der Rollen zwischen Fachkraft und (erwachsener) KlientIn werden die sich daraus ergebende funktionale Asymmetrie als strukturelles Merkmal der Beratungsbeziehung, das Merkmal von Zweckgebundenheit und zeitlicher Begrenzung als Rahmen sowie die Aspekte von Freiwilligkeit und emotionaler Nähe diskutiert.

250ff). Der entscheidende Unterschied zur Familienerziehung bestehe darin, dass professionelles Handeln eine bezahlte Tätigkeit sei. Neben dem Verdienst des professionell Tätigen, der ihn sowohl persönlich als auch wirtschaftlich vom Auftraggeber abhängig mache, bestimme der Letztere auch die Ziele des Handelns mit. Dieser vorgegebene Rahmen begrenze das pädagogische Handeln, so dass auch die pädagogische Beziehung nur als eine begrenzte (für begrenzte Zwecke und für eine begrenzte Zeit) gedacht und gestaltet werden könne.

Ein erstes komplementäres Moment der Rollen von beratender Fachkraft und KlientIn kann mit dem Begriffspaar Hilfe und Kontrolle beschrieben werden. Hierbei geht es um die doppelte Loyalität der SozialarbeiterIn, die einerseits dem Wohl der KlientIn verpflichtet ist, andererseits dem der Gesellschaft und 49 ihren Normen (Heiner 2004a: 21, 2007: 109ff, 437f). Im Doppelmandat der Sozialen Arbeit (Böhnisch/Lösch 1973) werden heute weniger sich widersprechende Rollen in der Person der SozialarbeiterIn gesehen, als vielmehr ein Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, das aus der Aufgabe der Fachkraft resultiere, zwischen Individuum und Gesellschaft zu vermitteln (Galuske 2001: 42ff, Heiner 2004a: 42, Petrov 2000: 47ff).

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