Das Frauen- und Mädchenbild in den Medien by Christiane Schmerl

By Christiane Schmerl

Die vorliegende services versucht, einen Oberblick zu geben liber den wis­ senschaftlichen Erkenntnisstand zum Bild von Madchen und Frauen in den Massenmedien. Die Betrachtung dieser 'Bilder' soU nicht nur unter dem Ge­ sichtspunkt der Bilder 'von' Frauen oder Madchen geschehen, sondern insbe­ sondere der Bilder 'fiir' Madchen und junge Frauen, additionally unter dem Gesichts­ punkt des potentieUen Sozialisationseinflusses. DaB diese gelieferten Bilder ebenso Sozialisationsangebote fur junge und erwachsene demeanour darsteUen, die mit solcherart erworbenen Frauenbildern ihrerseits den Madchen und Frauen gegeniibertreten und entsprechende Verhaltensangebote machen, diirfte die sei­ tens der Madchen und Frauen primlir empfangenen Bilder zwar verstlirken, kann hier aber sicht gesondert behandelt werden. Die Bilder, die in den verschiedenen Medien von Frauen entworfen werden und von Frauen rezipiert werden, sind mit unterschiedlicher Intensitat unter­ sucht worden. So gibt es relativ viele Untersuchungen iiber die Darstellung von Madchen und Frauen in S chulbiich ern, da hier wegen des expliziten padago­ gischen Auftrags dieser Materialien eine Sozialisationswirkung stets fur selbst­ verstandlich gehalten wurde. Relativ umfassend ist auch das Frauenbild der Frauenzeitschriften untersucht worden, von denen guy annahm, daB sie we­ gen ihres sich gezielt an Frauen richtenden Angebots (liese auch besonders wirksam beeinflussen konnten. Erst relativ spat wurden auch das Fernsehen sowie die in seinem Rahmen enthaltenen Spielfume untersucht. Presse und Radiosendungen dagegen sind selten bis gar nicht auf die in ihnen stattfindende Frauenprasentation untersucht worden.

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Erwachsene Manner; Frauen sowie mannliche und weibliche Kinder wurden dafiir nie eingesetzt. Von allen dargestellten Berufen entfielen auf Manner 83%, auf Frauen 14%, auf Jungen 2% 36 und auf Madchen 1 % (auf mannliche Darsteller somit insgesamt 85% gegentiber 15% auf weibliche). Drei Viertel aller Wuschel, Tiere, Puppen und Leute waren also mannlich. Der mannliche Erwachsene hatte den hochsten Grad an Sichtbarkeit tiberhaupt. Weibliche Erwachsene konkurrierten in ihren Prozentrangen sehr eng mit den mannlichen Kindem; das mannliche Kind trug damit nicht nur zur symbolischen Distanzierung zwischen den Geschlechtem bei, sondem konnte praktisch durch die Art seiner Aktivitaten - neben dem mannlichen Erwachsenen - als die zweite ,Fiihrungsgarnitur' bezeichnet werden.

Dies kann an der relativ differenzierten Aufteilung der einzelnen Kategorien liegen, die aber angesichts der inhaltlichen Fiille und Diversitat nicht anders moglich war. 1m folgenden wurden daher einmal die klassischen Frauenkategorien wie Emanzipation der Frau, Ehe und Familie, Haushalt und Wohnen, Mode und Kosmetik, Gesundheit und Medizin, Sexualitat und Urlaub, Reise, Freizeit zusammengefaBt betrachtet. ) Die Frequentierung dieser Kategorien war allgemein niedrig. Einzeln wiesen sie Anteile an der Gesamtberichterstattung tiber Frauen in den einzelnen Zeitungen zwischen 0,4 % und 4 % auf.

Sie wurden fiir ihre Aktionen auch haufiger belohnt. Frauen wurden mit signifikant groBerer Haufigkeit aIs unterwiirfig dargestellt und wurden fiir einen hohen Aktivitatsgrad bestraft. 1m allgemeinen hatte. das VerhaIten von Frauen keine Konsequenzen. Zauberei war ein ausschlieBlich flir weibliche RoUen reserviertes VerhaIten. Vier der flinf weiblichen TitelstarrolIen waren Hexen. Eine Untersuchung, die von Nolan, Joann Gaist & Mary White (1977) einige Jahre spater (1975) durchgefiihrt wurde, erbrachte fiir die untersuchten Kinderprogramme noch schlechtere Ergebnisse.

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