Austausch impliziten Erfahrungswissens: Neue Perspektiven by Stephanie Porschen

By Stephanie Porschen

In der aktuellen Debatte um Wissensmanagement in Unternehmen wird das handlungsorientierte Erfahrungswissen der Beschäftigten nach wie vor unterschätzt. Anhand empirischer Untersuchungen in Großunternehmen der Automobil- und der Chemischen Industrie zeigt Stephanie Porschen, welche Bedeutung gerade diesem nicht-explizierbaren und nicht-objektivierbaren Wissen zukommt. Sie zeigt darüber hinaus praktisch erprobte Wege auf, wie dieses Wissen durch kooperativen Erfahrungstransfer ausgetauscht und weitergegeben werden kann.

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Die (psychologisch orientierte) konstruktivistische der objektivistischen Sichtweise gegenüber. , und damit die kognitiven „Landkarten“ in den Köpfen der Beobachter. Sie bestimmen, was gesehen wird und was nicht. Daten sind in ihrer Existenz zudem auf Codierungen beschränkt, die sich in den Möglichkeiten Zahlen, Sprache, Texte und Bilder erschöpfen. Ausdrucksformen nicht-verbaler Kommunikation oder emotive Qualitäten von Verhaltensweisen können damit nicht ohne weiteres erfasst werden. Werden diese codiert, ist fraglich, ob die symbolisierten Qualitäten noch etwas mit den ursprünglichen zu tun haben.

20 Letztendlich hat die Differenzierung in Daten, Information und Wissen bei der Frage nach dem Umgang mit praktischem Wissen nur begrenzte Aussagekraft (Spinner 1994, S. 27; Stewart 1998, S. 80). Der Prozess der Aneignung und Umsetzung tritt als bedeutsam hervor: Bei Willke ist von Wissen dann die Rede, wenn Informationen in einer gemeinsamen Praxis in Erfahrungskontexte eingebaut werden; Stehr definiert Wissen als Fähigkeit zum Handeln (Stehr 2001, S. 8); der in Büchern und anderen Medien niedergelegte Inhalt wird laut Malik erst im Aneignungsprozess von Menschen wieder zu Wissen … (Malik 2002; Kopp 2002).

Auch Wissen sei nichts anderes als eine Form der Kondensierung und Selbststabilisierung von Beobachtung (Nassehi 2000). Folgt man den Ausführungen von Nassehi zur philosophischen Thematisierung von Wissen, geht es hierbei zunächst um das Problem des „Fürwahrhaltens“. Platon unterscheidet zwischen dem Wissen und dem bloßen Meinen. Während das erste unfehlbar und wahr ist, ist das zweite bloß plausibel und fehlbar – eine Unterscheidung, die für die abendländische Denkgeschichte tragend ist. In Kants Kritik der reinen Vernunft wird zwischen drei Arten des Fürwahrhaltens unterschieden, nämlich Meinen, Glauben und Wissen.

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